Tilikum - freedom for dolphins and whales

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Tilikum

Lebensgeschichten
10.05.2020
Tilikums Geschichte

Orca, 34 Jahre Gefangenschaft, im SeaWorld Orlando, Florida, USA
Im Film "Blackfish" wurde das Leben von Tilikum verfilmt. Dort kamen ehemalige SeaWorld Trainer und John Crow zu Wort und schilderten den grausamen Vorgang des Fangens von Tilikum, dem Versuch der Orca Familie den Fängern zu entkommen und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen, bis hin zum Tod seiner Trainerin Dawn Brancheau im SeaWorld Orlando. Wer ein Herz hat und diesen Dokumentarfilm über sein Leben gesehen hat, weiß das man Orcas nicht in Gefangenschaft halten kann und darf.
Blackfish Trailer
Video © 2013 by NFP marketing & distribution
Blackfish -> Offizielle Website (deutsch): BLACKFISH Webseite
Blackfish -> Offizielle facebook Seite (englisch): BLACKFISH facebook

Tilikum wurde am 9. November 1983 im Alter von ungefähr 2 Jahren in der Nähe von Island gefangen. Mit fast 7 m Länge und einem Gewicht von fast 6 Tonnen war er einer der größten in Gefangenschaft lebenden Orcas. Nach seinem Fang, wartete er mehr als 1 Jahr in einem kleinen Becken im Hafnarfjörður Marine Zoo, in der Nähe von Reykjavík, Island auf seinen Transport ins "Sealand of the Pacific" nach Kanada in die Nähe der Stadt Victoria. Dort kam er am 11. November 1984 an und lebte zunächst mit zwei älteren Weibchen. Sie wurden nachts in einen engen Schuppen eingeschlossen. Dort zeugte er auch mit Haida II seinen ersten Nachwuchs. Kurz vor der Geburt töteten die beiden Orca Weibchen und Tilikum 1991 die 20-jährige Studentin und Trainerin Keltie Byrne als diese ins Becken fiel. Sie zogen sie immer wieder unter Wasser, bis sie ertrank. Nach diesem Vorfall und massiven Protesten von Tierschützern wurde das "Sealand of the Pacific" geschlossen.

Am 9. Januar 1992 musste Tilikum eine weitere Reise antreten, als er an SeaWorld Orlando verkauft wurde, nachdem das "Sealand of the Pacific" geschlossen hatte. Ein weiterer Todesfall ereignete sich im Sommer 1999, als der 27-jährige Daniel P. Dukes sich im SeaWorld Park versteckte als dieser geschlossen wurde. Daniel P. Dukes trieb am folgenden Morgen tot in Tilikums Becken. Er war ertrunken und zeigte etliche Bisswunden, wobei unklar blieb ob Tilikum ihm die Verletzungen vor oder nach seinem Tod zufügte.
Elf Jahre später, am 24. Februar 2010, packte Tilikum während einer Show seine Trainerin Dawn Brancheau an der Hüfte und riss sie unter Wasser. Dabei erlitt sie schwere Verletzungen und ertrank. Die amerikanischen Behörden verboten daraufhin den Trainern während der Shows mit den Orcas ins Wasser zu gehen. Tilikum galt seitdem als unberechenbar und fristete ein unwürdiges "Leben" als Zitat von Tommy Lee "Chef-Spermien-Bank" in einem kleinen isolierten Becken. In diesem Becken trieb er die meiste Zeit regungslos an der Wasseroberfläche. Ein Verhalten, das freilebende Orcas gar nicht kennen.
Am 08.03.2016 erreichte die Welt die Nachricht das Tilikum an einer bakteriellen Lungeninfektion litt und die Antibiotikabehandlung nicht anschlagen würde. SeaWorld behauptet die beste medizinische Versorgung für Orcas in Gefangenschaft zu bieten. Genau diese medizinische Versorgung, welche in Freiheit nicht nötig ist, würde nun für seinen Tod sorgen. Orcas in Gefangenschaft bekommen häufig Antibiotika, teilweise prophylaktisch und genau dies sollte jetzt dafür sorgen, dass man Tilikum nicht helfen konnte. Antibiotikaresistente Keime würden ihn töten.

Wir forderten damals SeaWorld auf das einzig richtige zu tun. Seine Heimat, das Meer war nur wenige Meter entfernt.   

Lasst ihn gehen...lasst ihn in Frieden sterben...lasst ihn die letzten Momente in Freiheit genießen. Macht das einzig richtige #SeaWorld . #Tilikum #FreeTilikum

Leider waren die internationalen Proteste erfolglos. SeaWorld hielt Tilikum in seinem Gefängnis, wo er zehn Monate später am 06. Januar 2017 starb.
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