Oktober 2019 - freedom for dolphins and whales

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Oktober 2019

Fangen & Schlachten > Taiji Treibjagden
16.10.2019
Taiji, Treibjagdsaison 2019/2020

Update 16. Oktober 2019

Um 5:48 Uhr Ortszeit (22:48 Uhr MESZ/CEST) verließen die Delfinmörder mit ihren Treibjagdbooten den Hafen von Taiji. Keine Stunde später konnten die Cove Monitore die Boote in einer Treibformation sehen.
Schnell waren 17 Rauzahndelfine und ein einzelner Kurzflossen Grindwal in die berüchtigte Bucht getrieben. Diese Delfinfamilie wurde von den Delfintrainern und -mördern so lange schikaniert und misshandelt, bis vier Rauzahndelfine für ein Leben in Gefangenschaft ausgewählt waren.
Delfin beim Sonnenuntergang
Danach wurden die restlichen Rauzahndelfine und der Kurzflossen Grindwal, traumatisiert und für immer ihrer Familienmitglieder beraubt, raus aufs Meer getrieben.

Update Taiji, Japan, den 10.-14. Oktober 2019

10. Oktober
Der schlimmste Wirbelsturm seit 60 Jahren hat sich angekündigt. Die Delfinmörder bringen ihre Treibjagdboote, vor dem Wirbelsturm Hagibis, an sichere Plätze im Hafen. Die mehr als 120 Delfine in den ungefähr 40 Meeresgehegen in der Moriura Bucht und der Dolphin Base werden den Gewalten des Wirbelsturms, schutzlos ausgeliefert bleiben. Schon im letzten Jahr kamen fünf Delfine im Wirbelsturm Jebi ums Leben. Obwohl Japan auf solche Naturkatastrophen gut vorbereitet ist, wurde für die in den Meeresgehegen eingesperrten Delfine nichts getan. Die Delfintrainer hätten mit einer Woche Vorwarnung genug Zeit gehabt um sie vor dem folgenden Leid zu beschützen.

11. Oktober
Heute erreicht der Wirbelsturm Hagibis Taiji. Dolphin Project trifft sich mit Verantwortlichen um ihnen vorzuschlagen die Netze der Meeresgehege zu öffnen, um den Delfinen die beste Möglichkeit zum Überleben zu geben. Aber was erwartet man von den Verantwortlichen in Taiji, statt die Netze der Meeresgehege zu öffnen oder die Delfine in sichere Becken an Land zu bringen, ziehen Delfintrainer die Netze in den Meeresgehegen noch höher, so dass sie nicht mehr so tief tauchen können und sie dem Wirbelsturm, extrem rauem Wasser, schlechter Sicht und Trümmern noch mehr als ohnehin schon ausgeliefert sind. Besonders zu sehen war dies anhand von drei Großen Tümmlern in einem Meeresgehege weit rechts vor der Dolphin Base. Sie bekamen das Meiste ab, wurden in die Ecken gedrängt, gegen die Laufplanken geschlagen und versuchten den Trümmern auszuweichen, welche in ihr Meeresgehege gelangt waren. Die Dolphin Project Cove Monitore vor Ort, sahen wie sich die Bedingungen vor der Dolphin Base im Laufe des Tages immer weiter verschlechterten. Dolphin Project kontaktierte die lokalen Behörden, um sie über die bisher entstandenen Schäden zu informieren und aufzuzeigen wie gefährdet die Delfine in ihren Meeresgehegen sind. Nachdem die Polizei das Filmmaterial von Dolphin Project gesehen hatte, teilten sie der Dolphin Base mit, dass Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Delfine in ihrer Obhut bestehen. Die Verantwortlichen der Dolphin Base teilten mit, dass sie alles überprüft hätten und alle Delfine am Leben seien.
Bei dem zunehmenden Wirbelsturm, beschlossen die Cove Monitore selber die Delfine zu beobachten. Sie erreichten gegen 20:30 Uhr Ortszeit (13:30 Uhr MESZ/CEST) die Dolphin Base und obwohl es sehr dunkel war, konnten sie sehen wie die Meeresgehege langsam auseinanderbrachen.
Es gab keine Anzeichen, dass Delfintrainer vor Ort gewesen wären. Der Wind war so stark und die Wellen so hoch, dass es unwahrscheinlich war, dass die Delfintrainer versucht hätten den Steg runter zu gehen, um zu überprüfen ob es den Delfinen gut geht. Die Cove Monitore flehten die Polizisten an, die Delfintrainer zu überreden ihre Meinung zu ändern. Sie wurden jedoch von der Polizei mit Nachdruck aufgefordert, sich zurück ins Hotel in Sicherheit zu begeben. Mit durchnässter Kleidung und einem unguten Gefühl im Magen, machten sie sich auf den Weg, um dann am nächsten Morgen zurück zu kehren und den Schaden bei Tageslicht zu beurteilen.

12. Oktober
Die Cove Monitore kehrten vor Sonnenaufgang zurück und konnten die Zerstörung der Meeresgehege sehen. Das ganz rechts liegende Meeresgehe mit den drei Großen Tümmlern, war vollkommen zerstört und die Delfine nirgendwo zu sehen. Ein weiteres Meeresgehege war ebenfalls zerstört und auch hier fehlten die Delfine.
Zwei Meeresgehege hatten sich von der Hauptkonstruktion gelöst und trieben ungefähr 20 Meter entfernt. Ein weiteres Meeresgehege zerfiel allmählich. Am Ende des Tages war es total zerfallen und glich einem Wrack. In diesem Wrack hielten sich immer noch Delfine auf.
Wellen schlugen gegen die Hafenmauer, schwappten über die Knöchel der Cove Guardians und sie wurden den zweiten Tag mit Regen und Meerwasser gebadet, um das Grauen für die Delfine zu dokumentieren und der Welt zu zeigen. Die Bedingungen wurden immer schlechter. Fässer, Bojen, und Holzbretter schlugen mit den Wellen und der Strömung gegeneinander, gegen Gehwege und verankerte Boote. Zwei Dolphin Base Trainer tauchten plötzlich auf und gingen ins Wasser. Hoffnung machte sich breit, das sie verstanden hatten und Hilfe für die gefangenen Delfine kam. Aber sie unternahmen nichts um die Qualen der Delfine zu lindern. Ihr einziges Interesse bestand darin die Meeresgehege zu sichern, um zu verhindern das ihr Kapital, die gefangenen Delfine, fliehen konnte. Eigentlich keine Überraschung, diese Trainer entscheiden bei den Auswahlprozessen der Delfine in der Bucht über ein Leben in Gefangenschaft, über hübsch genug um damit Geld zu verdienen oder welche Delfine geschlachtet werden. Kurz darauf kam ein weiterer Trainer und schnauzte die beiden anderen an, sie sollten aus dem Wasser kommen, es wäre zu gefährlich. Sie folgten der Aufforderung und überließen die Delfine ihrem Schicksal.
Die Erschöpfung der Delfine wurde immer größer. Sie schnappten nach Luft zwischen den Trümmern und drängten sich in der Mitte der Meeresgehege zusammen, um Verletzungen durch scharfe Ecken und Kanten zu vermeiden.

13. Oktober
Nachdem der Höhepunkt des Wirbelsturms durchgezogen war, begannen sich Wind und Wellen zu legen. Sie hatten aber immer noch enorme Kraft. Die Moriura Bucht war nicht wieder zu erkennen. Das Wasser war ruhig und es gab keine Wolke am Himmel. Der Wirbelsturm hatte eine Menge an Trümmern im Wasser und nicht mehr erkennbare Strukturen der ursprünglichen Meeresgehege der Dolphin Base hinterlassen.
Die Cove Monitore vermissten Delfine, welche sich während des Wirbelsturms noch in ihren Meeresgehegen befanden. Einige Augenblicke später bemerkten sie Delfine, die frei in der Bucht schwammen. Zunächst machte sich Erleichterung breit, sie frei und lebend zu sehen, aber schnell wurde den Cove Monitoren klar, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis sie wieder als Besitz beansprucht werden würden.
Die Trainer sprangen mit Eimern voll Fisch in ihre Boote und fuhren direkt auf die Delfine zu. Als in Gefangenschaft lebende Delfine, sind sie vollkommen abhängig von Menschen, welche für ihre Nahrung sorgen. Deshalb hatten sie sich nicht weit entfernt. Die Trainer lockten sie mit gefrorenem Fisch zur Dolphin Base zurück und ließen sie dort in der Nähe der Bucht schwimmen, da sie kein Meeresgehege hatten um die Delfine dort unterzubringen.

14. Oktober
An diesem Morgen konnten die Cove Monitore keine Delfine sehen. Weder in der Bucht noch in den Meeresgehegen. Sie wunderten sich ob weiße Schaumkronen ihre Sicht behinderten oder sie in ein anderes Meeresgehege irgendwo anders untergebracht worden waren. Später bemerkten sie ein Boot, welches in Kreisen die Bucht nach Delfinen absuchte. Zwei Treibjagdboote und alle kleinen Motorboote der Delfinmörder waren aus dem Hafen verschwunden.
Plötzlich tauchten die kleinen Motorboote in der Moriura Bucht auf. An einem der kleinen Motorboote hingen zwei Große Tümmler in Delfintragen.
Die beiden Delfine wurden in ein Meeresgehege gebracht, in dem schon zwei Kurzflossen Grindwale waren. Unmittelbar nachdem die Netze wieder geschlossen waren, begann eine Trainerin einen Schlauch in den Hals eines Delfins zu stecken und ihn bis in den Magen zu schieben um diesen mit Flüssigkeit zu versorgen. Dabei gab es Probleme und die Trainerin hörte auf, zog den Schlauch wieder raus, krempelte ihren Ärmel hoch und steckte dafür ihren Arm in den Hals des Delfins um eine Handvoll Müll, Zweige, Blätter und Trümmer zu entfernen. Wahrscheinlich das Ergebnis der harten Bedingungen, denen die Delfine während des Wirbelsturms ausgesetzt waren.
Die mangelhafte Sorgfalt, welche die Dolphin Base in den letzten Tagen gezeigt hat, ist unmöglich. Die Dolphin Base Verantwortlichen und Mitarbeiter behaupten ihre Delfine zu lieben und zu beschützen. Jede Handlung und unterlasse Handlung der Dolphin Base Mitarbeiter der vergangenen Tage zeigte, dass ihre Priorität eindeutig gewinnorientiert war und das Wohlergehen der Delfine sie nicht interessierte.
Jede Einrichtung, welche Delfine und Wale in Gefangenschaft hält, ist moralisch dazu verpflichtet, sie vor Schaden zu bewahren. Bei den Delfinen in Taiji war dies nicht der Fall. Sie werden weiter an den Folgen leiden.




Update Taiji, Japan, den 08. Oktober 2019

Auch heute verließen die Delfinmörder trotz Wirbelsturmwarnung den Hafen von Taiji um Delfine zu jagen. Gegen 8:30 Uhr Ortszeit (1:30 Uhr MESZ/CEST) hatten die Delfinmörder eine Delfinfamilie gefunden und begannen diese auf Taiji zu zutreiben.
Delfin beim Sonnenuntergang
Nach einigen Stunden Treibjagd, während der die Delfinfamilie mehrfach entkommen konnte, hatten sechs Rundkopfdelfine weniger Glück als der Rest der Rundkopfdelfinfamilie. Sie wurden in die berüchtigte Bucht getrieben. Delfintrainer vom Walmuseum kamen um die Rundkopfdelfine in Augenschein zu nehmen und entschieden, dass keiner von ihnen im richtigen Alter oder vom richtigen Geschlecht war und nicht gut genug für ein Leben in Gefangenschaft aussah.
Alle sechs Rundkopfdelfine wurden grausam abgeschlachtet.




Update Taiji, Japan, den 06. Oktober 2019

Gegen 5:40 Uhr Ortszeit (22:40 Uhr MESZ/CEST) verließen die Delfinmörder mit ihren Treibjagdbooten erneut den Hafen von Taiji um unschuldige Delfine zu jagen. Knapp 2 ½  Stunden später hatten die Delfinmörder zwei Familien Delfine gefunden und begannen mit der Treibjagd. Nach einer weiteren Stunde schienen einige Treibjagdboote aufzugeben und nach einer weiteren ½  Stunde gaben schließlich alle Treibjagdboote auf. Die beiden Delfinfamilien hatten die Delfinmörder ausgetrickst und konnten heute entkommen.



Update Taiji, Japan, den 02. Oktober 2019

Schon fünfzehn Minuten nachdem die Treibjagdboote heute um 5:40 Uhr Ortszeit (22:40 Uhr MESZ/CEST) den Hafen von Taiji verlassen hatten, waren die Delfinmörder erfolgreich und fanden direkt vor der Bucht eine kleine Familie von Rundkopfdelfinen.
Diese Runkopfdelfine ahnte nicht, dass sie zur falschen Zeit an der Bucht und in der Nähe von Taiji vorbei schwammen. Schnell hatten die Delfinmörder die Rundkopfdelfine in die berüchtigte Bucht getrieben und das Leben von vier weiteren Runkopfdelfinen ausgelöscht.
Delfin beim Sonnenuntergang
Ausläufer eines Wirbelsturms, westlich von Japan, könnten Morgen auf Taiji treffen.


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