Flip - freedom for dolphins and whales

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Flip

Lebensgeschichten
24.05.2020

Flips Geschichte

Großer Tümmler, 5 Jahre Gefangenschaft, im Duisburger Zoo, Deutschland

Mitte 1965 wurde Flip mit drei weiteren Großen Tümmlern in den Gewässern vor Florida für den Duisburger Zoo brutal gefangen.
Neben dem Delfinmännchen Flip, waren die anderen drei unglücklichen Großen Tümmler, ein weiterer männlicher Delfin der den Namen Flap bekam und zwei weibliche Große Tümmler welche die Namen Perfect und Littlebit bekamen und schon kurz nach ihrem Fang starben.
Zunächst brachte man die Delfine ins Miami Seaquarium und der Sohn des damaligen Duisburger Zoo Direktors Hans-Georg Thienemann flog nach Miami um die vier neuen Gefangenen für den Duisburger Zoo in Augenschein zu nehmen. Am 11. Juli 1965 erreichten dann die vier ersten Großen Tümmler den Duisburger Zoo. Sie wurden in das Delfinum genannte Becken mit einer Größe von ca. 10 x 10 Metern und einer Tiefe von drei Metern eingesperrt und in diesem Becken, welches nicht im Geringsten ihren natürlichen Lebensraum nachbilden konnte, sollten sie auch sterben.
Die beiden Weibchen waren die ersten Todesopfer des Duisburger Zoo. Nachdem Perfect schon nach 13 Tagen gestorben war, hielt Littlebit ganze 44 Tage länger durch. Das nächste Opfer dieser Fanggruppe wurde Flip er starb an einer Fremdkörper Blockade im Magen-Darm-Trakt, weil der Zoo seiner Aufsichtspflicht für die gefangenen Delfine nicht nachkam. In seinem Magen-Darm-Trakt wurden Münzen, Schrauben und ein Kunststoffring mit sage und schreibe 18 cm Durchmesser, was fast der kurzen Seite eines DIN A4 Blattes entspricht, gefunden. Flip starb nach fünf Jahren in Gefangenschaft am 3. September 1970 ohne seine Familie oder die Freiheit wieder gesehen zu haben.
Statt im Meer seiner Heimat mit seiner Familie zu bleiben, wurde er im Auftrag des Duisburger Zoos brutal gefangen und um die halbe Welt geflogen nur um im Duisburger Zoo, der es nicht für nötig hielt auf das was die Besucher ins Becken werfen zu achten, zu sterben. Flip wurde das siebte Todesopfer des Duisburger Delfinariums.
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