Flap - freedom for dolphins and whales

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Flap

Lebensgeschichten
27.05.2020

Flaps Geschichte

Großer Tümmler, 14 Jahre Gefangenschaft, im Duisburger Zoo, Deutschland

Mitte 1965 wurde Flap im Alter von acht Jahren mit drei weiteren Großen Tümmlern in den Gewässern vor Florida für den Duisburger Zoo brutal gefangen.
Neben dem Delfinmännchen Flap, waren die anderen drei unglücklichen Großen Tümmler, ein weiterer männlicher Delfin der den Namen Flip bekam und zwei weibliche Große Tümmler welche die Namen Perfect und Littlebit bekamen und schon kurz nach ihrem Fang starben.
Zunächst brachte man die Delfine ins Miami Seaquarium und der Sohn des damaligen Duisburger Zoo Direktors Hans-Georg Thienemann flog nach Miami um die vier neuen Gefangenen für den Duisburger Zoo in Augenschein zu nehmen. Am 11. Juli 1965 erreichten dann die vier ersten Großen Tümmler den Duisburger Zoo. Sie wurden in das Delfinum genannte Becken mit einer Größe von ca. 10 x 10 Metern und einer Tiefe von drei Metern eingesperrt und in diesem Becken, welches nicht im Geringsten ihren natürlichen Lebensraum nachbilden konnte, sollten sie auch sterben.
Die beiden Weibchen waren die ersten Todesopfer des Duisburger Zoo. Nachdem Perfect schon nach 13 Tagen gestorben war, hielt Littlebit ganze 44 Tage länger durch. Flip schaffte ganze fünf Jahre im Duisburger Delfinum, bevor er wegen der Nachlässikeit des Zoos sterben musste. Das nächste Opfer dieser Fanggruppe wurde dann Flap. Er starb am 5. Juli 1979 nach 14 Jahren Gefangenschaft an einer Schwermetallvergiftung, welche er sich laut Zoo Angaben vor seinem Fang, also in Freiheit zugezogen haben soll. Wirklich glauben können wir diese Geschichte nicht. Nach unseren Recherchen ist es äußerst unwahrscheinlich, dass ein Delfin so lange mit einer Schwermetallvergiftung lebt. In der Regel werden bei einer leichten Schwermetallvergiftung, die Giftstoffe mit der Zeit vom Körper ausgeschieden. Sollte es eine schwere Vergiftung mit Schwermetallen gewesen sein, ist es zweifelhaft das Flap diese Vergiftung 14 Jahre lang überlebt hat.
Auch Flap sah seine Familie und die Freiheit nie wieder. Statt im Meer seiner Heimat mit seiner Familie zu bleiben, wurde er im Auftrag des Duisburger Zoos brutal gefangen und um die halbe Welt geflogen nur um im Duisburger Zoo als 17. Todesopfer zu sterben.
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