Antarktis, Japan - freedom for dolphins and whales

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Fangen & Schlachten
25.03.2016
Antarktis, Japan

Die Internationale Walfangkommission (IWC, International Whaling Commision) wies 1994 ein Antarktisches Walschutzgebiet aus, welches das Überleben der dort noch lebenden Großwale sichern sollte. Nur Japan lehnte als einziges Mitglied dieses Walschutzgebiet ab. Nachdem die Populationen der Großwale, nach der jahrzehntelangen kommerzielen Waljagd, bis auf wenige Prozent des ursprünglichen Bestands geschrumpft war, ist ein Schutz der wenigen noch verbliebenen Großwale für das gesamte Ökosystem unabdingbar.
Bild © 2016 by google earth
Die Karte der Antarktis zeigt im grauen Kreis, das Internationale Antarktis Walschutzgebiet, südlich des 40. Breitengrads Süd.
Die japanische Walfangflotte verdoppelte ihr Jagdgebiet 2015/2016, um das Aufspüren der japanischen Walfangflotte durch Sea Shepherd Schiffe zu erschweren. Es umfasst nun 2/3 des Meeresgebiets rund um die Antarktis, vom Atlantik bis zum Pazifik. Hier in der Karte oberhalb des roten Strichs.
Nachdem die kommerzielle Waljagd durch die IWC 1986 verboten wurde, wies sie 1994 das Antarktische Walschutzgebiet aus. Dabei kam die einzige Gegenstimme von Japan. Der Internationale Gerichtshof (IGH) in den Haag, verfügte 2014 eine Aussetzung des sogenannten wissenschaftlichen Walfang Japans, weil dieser keine wissenschaftliche Erkenntnisse darin sah. Daraufhin änderte Japan seinen Walfangplan 2015 und reduzierte die Quote auf 333 Zwergwale pro Jahr für die nächsten 12 Jahre. Diesen neuen Walfangplan legte Japan erst wenige Tage vor dem Auslaufen der Walfangflotte der IWC vor, sodass ein einberufenes Gremium in der kürze der Zeit, nicht mehr zu einer Einigung kam.
Japan beruft sich weiterhin auf eine Ausnahmeregulung in der Konvention, welche erlaubt Wale zu wissenschaftlichen Zwecken zu töten. Im Oktober 2015 erklärte Japan, dass es künftig die Zuständigkeit des IGH nicht mehr anerkennen würde.
Nur vier Tage nach Vorlage des neuen Walfangplans, stach die japanische Walfangflotte, trotz fehlender Erlaubnis der IWC, mit dem Fabrikschiff Nisshin Maru und drei Walfangbooten, am 1 Dezember 2015 in See, um im Antarktischen Walschutzgebiet Zwergwale zu töten. 
Internationale Proteste ließen die Japanische Regierung kalt. Sie verstößt weiterhin gegen internationales Recht. Sie respektieren das 50 Millionen Quadratkilometer große Antarktische Walschutzgebiet nicht.

Die Sea Shepherd Conversation Society konnte in diesem Jahr, hauptsächlich wegen dringender Wartungsarbeiten an den Schiffen MV Sam Simon, MV Bob Barker und MV Brigitte Bardot, nur mit der MV Steve Irwin in der Antarktis den Kampf gegen illegale Wilderer aufnehmen und führte die Operation Icefish 2015/2016 durch. Aufrufe von Sea Shepherd an die entsprechenden Australischen-, Neuseeländischen und Argentinischen Behörden, gegen den illegalen japanischen Walfang mit ihrer Marine vorzugehen, blieben unerhört. Australien, Neuseeland und Argentinien, deren Landmassen teilweise im Antarktischen Walschutzgebiet liegen, rührten sich nicht. 

So hatten die japanischen Walfänger ungehindert die Möglichkeit illegal 333 Zwergwale abzuschlachten. Am 24.03.2016 kehrten das Fabrikschiff Nisshin Maru und ein Walfangboot zurück in ihren Heimathafen 
Shimonoseki. Die Fangsaison, welche von Dezemner bis zum März des folgenden Jahres geht, brachte 103 männlichen und 230 weiblichen Zwergwalen, von denen 207 (90%) schwanger waren, den grausamen Tod.
 
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